| Laufbandanalysen |
|
|
|
Die moderne Laufbandanalyse Eine genaue biomechanische Untersuchung des Bewegungsbildes ermöglicht uns bei der modernen Art der Bewegungsanalyse - das Laufband. Bei allen Sportarten als auch bei Beschwerden in den unteren Extremitäten sowie des Rückens kann die Laufbandanalyse zum Einsatz kommen. Vor allem bei Sportlern mit Archillessehnen-Problemen, Kniebeschwerden, Schienbeinkantenreizungen oder ähnlichen Sportverletzungen ist sie sehr effektiv. Aber auch zum Schutz vor Verletzungen wird diese verschreibungsfreie Untersuchung gerne beim ambitionierten Wanderer oder Breitensportler als Möglichkeit genutzt. So funktioniert die Laufbandanalyse: Nach einer kurzen Einweisung kann das Laufen beginnen. Dabei kann der Läufer z.B. die Laufgeschwindigkeit selbst regulieren und das Tempo seinem Laufstil anpassen. Natürlich stoppt das Band automatisch, wenn der Läufer anhalten möchte. Während des Laufens zeichnet unsere Digitalkamera die Beine des Läufers auf. Hier ist eine aufmerksame Beobachtung notwendig, um eventuelle Fehlstellungen besser erkennen zu können. So kann später z.B. ein Abknicken des Fußes exakt erkannt werden. Dazu können beliebig viele Einzelbilder aus dem Bewegungsablauf auf dem Computer - Bildschirm heraus gerufen werden. So lässt sich ganz genau feststellen, wann und wo der Fuß Unterstützung bzw. Korrektur benötigt. Nach jedem Lauf führen wir ein ausführliches Gespräch mit dem Läufer über das Ergebnis. Nach Auswertung und Erstellung eines Berichtes für die nachfolgende Behandlung durch den Arzt oder eines Physiotherapeuten können wir ein individuell gefertigtes, orthopädisches Hilfsmittel (z.B. orth. Maßeinlagen) herstellen, das uns ermöglicht, die gewünschte Stellung des Fußes und der Beinachse zu realisieren. Die Laufbandanalyse dauert in der Regel ca. 20 Minuten und kostet bei uns zur Zeit 25 €.
Beispiel einer Laufbandanalyse:
Sehr geehrte Frau Franz, erst einmal möchten wir uns recht herzlich bedanken, dass Sie sich die Zeit für die Durchführung einer Laufbandanalyse genommen haben. Grundsätzliches: Die Laufbandanalyse ist ein sehr gutes Mittel, das Laufverhalten des Kunden zu beurteilen. Die software-gestützte Aufzeichnung mit Einzelbildanalysen lässt es zu, mit dem Kunden zusammen die Themen Pronation (die Pronation ist eine Drehung des Fußes um seine Längsachse, bei der der äußere Fußrand gehoben und der innere Fußrand gesenkt wird. Die Pronation wird auch als Einwärtdrehung oder Einwärtskantung bezeichnet), Beinachse, Abrollverhalten etc. zu beurteilen und zu besprechen. Die Laufbandanalyse allein beantwortet die Frage nach dem richtigen Laufschuh natürlich noch nicht. Aber sie liefert eminent wichtige Hinweise auf die richtige Empfehlung und Entscheidung. Folgende Kriterien eines passenden Laufschuhes sind wichtig: - Er sollte die richtige Stärke in der Pronationsstütze haben. Diese reicht vom Neutralschuh ohne Stütze für Normalfußläufer und Supinierer bis zu langen Pronationsstützen für Überpronierer und Knickfüsse. Was sollten Lauf-Anfänger beim ersten Laufschuhkauf beachten? Sie sollten sich vor allem Zeit nehmen! Damit auch der Verkäufer genügend Zeit hat, ist es ratsam, den Laufschuh nicht am Samstag, sondern eher an einem Tag zu kaufen, wenn es etwas ruhiger zugeht. Wenn der Kunde Sporteinlagen trägt, sollte er diese mitbringen. Alles andere sollte sich in einem guten Fachgeschäft im Gespräch mit dem Verkäufer klären lassen. Wie lange halten Laufschuhe? Wovon hängt die Haltbarkeit ab? Die Haltbarkeit unterscheidet sich kaum von Marke zu Marke und Typ zu Typ. Die Dämpfungssysteme (GEL, Hydroflow etc.) werden auch kaum schwächer im Leben eines Laufschuhs. Was aber nachlässt, ist die Dämpfung im Schaummaterial der Zwischensohle (EVA oder PU). Ca. 80% der Dämpfung kommt von diesem Material, nicht von den Zusatzsystemen! Und dieses Material ermüdet mit der Zeit genauso wie ein Gummi, der zu oft gespannt wird. 1000 km ist ein Richtwert für die Haltbarkeit eines Laufschuhs. Stephane Franke hat bei der Übertragung des letzten New York Marathons sogar von nur 800 km gesprochen. Viele Läufer/innen haben keine neutralen Füße. Wann sind orthopädische Einlagen sinnvoll? Grundsätzlich dann, wenn Beschwerden und Befunde zusätzliche Unterstützung oder Korrekturen angezeigt erscheinen lassen. Einlagen können z.B. sehr hilfreich sein bei Achillessehnenbeschwerden, Spreizfüssen etc., aber auch dann, wenn immer wieder Beschwerden im gesamten unteren Bewegungsapparat auftreten, die mit einer richtig angepassten zusätzlichen Dämpfung gelindert werden können. Vielerorts wird heftig das Thema um den richtigen Laufstil diskutiert. Gibt es den besseren Laufstil? Natürlich gibt es Grundregeln, die man beachten sollte, um einen ökonomischen, flüssigen Laufstil mit einem minimalen Verletzungsrisiko zu erreichen. Dazu gehören Dinge wie Schrittlänge (nicht zu lang!), Armbewegung (parallel zu Körper schwingen und nicht vor dem Körper seitwärts) etc. Aber darum geht die Diskussion nicht, sondern vielmehr um das Thema „Vorfußlaufen“, das Herr Strunz und ein paar andere propagieren. Nach der Auswertung Ihrer Laufbandanalyse sind wir zu folgendem Ergebnis gekommen: Sie haben einen stark ausgeprägten, x-beinigen Schritt. Während des Laufens bzw. Gehens werden jeweils der innere Bereich des Knies gestreift. Dadurch wird Ihr gesamter Laufstil durch dieses Fehlverhalten negativ beeinflusst. Dadurch wird das Hüft-Knie-und Fußgelenk in Mitleidenschaft gezogen. Zudem setzen Sie beim Schritt nach vorne den Fuß nicht in einem geraden sondern in einem seitlich versetzten Schritt auf, auch resultierend aus Ihrer X-Bein-Stellung. Zudem vernachlässigen Sie das Abrollen nach dem Auftritt sehr stark. Sie sollten versuchen, ein flüssiges Abrollen, ohne die Belastung auf den Zehen zu legen, nach dem Auftreten zu üben und dies in Ihren Laufstil integrieren. Zudem ist ein aufrechter Gang unabkömmlich, um Gelenkschäden und Muskelverspannungen konsequent entgegen zu wirken. Frau Franz, nach Absprache mit unseren Orhopädieschuhmachermeister und unserem Sportwissenschaftler werden wir Ihnen anbieten, den Supinationskeil links und/oder eine Innenranderhöhung (3mm) zu erhöhen. Dies dient zur Entlastung der Gelenke (hier vor allem dem Kniegelenk). Wir hoffen, dass Sie bald beschwerdefrei (auch für die Zukunft) Gehen und Laufen können. Herzlichst, Niko Felbusch, Orthopädieschuhmachermeister Jan-Hendrik Kummert, Sportwissenschaftler |
||
| < zurück | weiter > |
|---|



